06 | 02 | 2012
Über uns Wirtschaftjunioren und unserem Club
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Neuer Vorstand bei den Wirtschaftsjunioren. Präsident Carsten Voss wird von drei Frauen unterstützt.

Carsten Voss ist umgeben von Frauen – im Vorstand der Wirtschaftsjunioren Ostbrandenburg.  Ihm stehen Monique Möbus-Zweig (Vize-Präsidentin und Geschäftsführerin Automobilhandel Möbus GmbH), Nadine Auras (Past-Präsidentin und Pressesprecherin EWE ENERGIE AG, Geschäftsregion Brandenburg/Rügen) und Yvonne Zinke (Schatzmeisterin und Geschäftsführerin Autohaus Zinke GmbH) als Vorstandsmitglieder zur Seite.  

Bildung und Wirtschaft verknüpfen

Der 29-jährige Unternehmer (Voss & Co. Werkzeug- und Vorrichtungsbau GmbH) engagiert sich seit 2008 bei den Wirtschaftsjunioren. Das Thema Nachwuchs liegt dem Vater einer Tochter besonders am Herzen. Er möchte die Verknüpfung von Bildung und Wirtschaft im Kreis weiter vorantreiben. „Bildung ist für die Wirtschaftsjunioren deutschlandweit ein wichtiges Thema, das über die Zukunft des Standortes entscheiden wird. Deshalb werden auch 2011 Bildungsprojekte wie ‚Wirtschaftswissen im Wettbewerb’ oder der ‚Preis der Wirtschaftsjunioren’ ein Schwerpunkt unserer Arbeit vor Ort sein.“ Mit „Jeder kennt einen, jeder bringt einen“, unterstrich Voss eines seiner Ziele in seinem Präsidentenjahr. „Es liegt an uns allen, für unseren Verband zu werben und Interesse zu wecken. Wir wollen der jungen Generation mehr Mut zur beruflichen Selbstständigkeit machen. Dafür bieten wir Kontakte in die Region, Beratung, Unterstützung und mit den Wirtschaftsjunioren einen starken und aktiven Verband.“ Das Gewinnen weiterer junger Führungskräfte für die Wirtschaftsjunioren sei eine ständige Aufgabe.

Ins Stadion des 1. FC Union Berlin

Desweiteren soll in 2011 ein WJ-Förderverein gegründet werden. Wiederholt wird mit Neuntklässlern „Wirtschaftswissen im Wettbewerb“ durchgeführt und Diplomarbeiten  werden mit dem „Preis der Wirtschaftsjunioren“ ausgezeichnet. Terminiert sind schon Besuche im BMW-Motorradwerk und im 1. FC Union Berlin-Stadion. Es wird in 2011 einen Studiobesuch beim RBB, ein Gesundheitsseminar und vieles mehr geben. Im Mai werden die Partner-Wirtschaftsjunioren in Heilbronn besucht. In der Organisation der Wirtschaftsjunioren bleibt es also spannend und geistreich.

Spannend und geistreich

So jedenfalls empfindet es André Blietz. Der Mann von der AXA-Generalvertretung in Eisenhüttenstadt konnte auf der jüngsten Zusammenkunft als Mitglied aufgenommen werden. Er bedankte sich herzlich für den warmen Empfang, der ihm bei den Wirtschaftsjunioren bereitet worden sei. Ihn aufzunehmen, war der letzte Akt der scheidenden Präsidentin Nadine Auras.

Das erste Bier zahlte der IHK-Präsident

Gäste des Abends waren unter anderem Dr. Ulrich Müller, der Präsident, und Gundolf Schülke, der Hauptgeschäftsführer der IHK Ostbrandenburg. Beide zeigten sich angetan von der Arbeit der jungen Leute. Nicht zuletzt deshalb gab wohl der Präsident die erste Runde Bier des Abends aus.

Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 25. Januar 2011 um 09:19 Uhr
 
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Was sind und was machen die Wirtschaftsjunioren?

(Achtung: Gesprochenes Deutsch!)

>> Wer oder was sind die Wirtschaftjunioren?

Die Wirtschaftsjunioren sind der größte deutsche Verband junger Unternehmer und Führungskräfte. – Mehr als 10.000 Leistungsträger unter 40 Jahren, die sich einem großen Ziel verschrieben haben: die Zukunft unseres Landes zu gestalten. Wir sind ja diejenigen, die es in zehn oder fünfzehn Jahren auszubaden haben, wenn heute falsch oder gar nicht gehandelt wird. Darum tun wir schon jetzt, was wir können - regional, bundesweit und international.

>> Was machen denn die Wirtschaftsjunioren?

Wir engagieren uns vor allem in den Bereichen, die schon mittelfristig über die Wettbewerbsfähigkeit unseres Landes entscheiden. Die Probleme fangen ja schon damit an, dass die Deutschen länger leben, aber zu wenig Nachwuchs haben.
Gerade wir Junioren wissen, wie schwer es ist, Familie und Beruf miteinander zu Vereinbaren. – Hier setzen wir uns dafür ein, dass die Kommunen, die Unternehmen und Institutionen die Voraussetzungen dafür schaffen, dass man beides hinbekommt: den Job und das Familienleben. Die strukturellen Probleme gehen dann weiter im gesamten Bildungsbereich: Die Junioren setzen sich darum für eine bessere Schulbildung, eine bessere Berufsvorbereitung und für die Bereitstellung von noch mehr Ausbildungsplätzen ein. Und die Probleme setzen sich fort mit den vielfältigen
Schwierigkeiten, in Deutschland ein Unternehmen zu gründen und wirtschaftlich tragfähig zu machen, mit einem Arbeitsmarkt, der zunehmend zu einer geschlossenen Veranstaltung wird, mit einem Staat, der heute Schulden macht und uns Jüngeren die Tilgung überlässt, und mit der generell unzureichenden Vorbereitung unseres Landes auf die Bedingungen der Globalisierung. Wer könnte das besser als eine Organisation, die weltweit in mehr als 100 Nationen mit rund 200.000 Mitgliedern vertreten ist? Nicht zu vergessen, dass auch das Vertrauen, das die Mitglieder einer Gesellschaft zueinander haben, die Kraft einer Volkswirtschaft stärken oder schwächen kann. Wir müssen auch unseren Umgang miteinander verbessern. – Das alles haben wir übrigens in ein Motto gefasst, das unser thematisches Spektrum ganz gut abbildet:
„Werte – Wissen – Wandel“.

 

>> Geht es auch konkreter?

Die Wirtschaftsjunioren initiieren Lokale Bündnisse für Familie. Sie machen Bewerbertrainings in den Schulen, laden Schüler und Lehrer in die Unternehmen ein, um ihnen die Forderungen der Wirtschaft nahe zu bringen, veranstalten ein Wirtschaftsquiz, an dem jährlich rund 50.000 Schüler teilnehmen. Sie richten Wettbewerbe aus für die beste Berufsvorbereitung an Schulen oder für das größte Engagement in der Ausbildung, stellen Praktikums- und Ausbildungsplätze zur Verfügung und werben weitere ein. Sie machen Gründungsberatungen in den Kreisen, trainieren potentielle Gründer in einem Planspiel, prämieren Geschäftsideen, tauschen alltägliche Erfahrungen an regelmäßigen Stammtischen aus, trainieren sich gegenseitig in Seminaren und Workshops, machen Betriebsbesichtigungen, veranstalten Konferenzen und Diskussionen. Die Junioren legen politische
Konzepte vor, arbeiten in Kommissionen mit und vermitteln auf allen politischen Ebenen, in Kreisen, Ländern und im Bund, die Probleme und Herausforderungen in den Unternehmen vor Ort. Und sie setzen sich dort ein, wo die Solidarität und Mitmenschlichkeit es erfordertob für die Opfer des Elbehochwassers oder des Erdbebens in Südostasien, für krebskranke Kinder oder die sozial Benachteiligten in der Nachbarschaft.

>> Und was haben Sie im letzten Jahr mit all diesen Bemühungen erreicht?  

Die Wirtschaftsjunioren haben sich im vergangenen Jahr an mehr als zehn Gründungen lokaler Bündnisse für Familie beteiligt. Hier überall verbessern sich jetzt die Bedingungen für junge Familien oder für Paare, die sich den Kinderwunsch erfüllen wollen. Die Wirtschaftsjunioren haben im vergangenen Jahr fast 1000 zusätzliche Praktikums- und Ausbildungsplätze bei sich und anderen Unternehmen eingeworben – jetzt ebenso viele
Chancen für junge Menschen in unserem Land. Die Junioren haben Hunderte von Gründungsberatungen und Planspielen durchgeführt – mit dem Erfolg, dass in vielen der Unternehmen, die damit besser aufgesetzt werden konnten, nun neue Arbeitsplätze entstehen. Und wir haben
einen intensiven Austausch mit der Politik gepflegt – der teilweise uns, teilweise aber auch die Politik auf neue Gedanken gebracht hat. Es ist immer gut, wenn man die Dinge von zwei Seiten sieht.

 

>>Was sind denn Ihre Konzepte? Worauf laufen Ihre Vorschläge hinaus?

Das in aller Kürze darzustellen, ist natürlich unmöglich. Aber unsere Zielvorstellungen Sind klar: Wir müssen in der Familienpolitik weg davon, dass wir den Bürgern Geld Überweisen; stattdessen müssen wir ihnen die Infrastruktur bereit stellen, die sie im Alltag brauchen: Kinderbetreuung, familienfreundliche Ladenöffnungszeiten oder Sprechzeiten in den Behörden, die nötige Flexibilität in den Unternehmen. Wir müssen in der Bildung
weg vom staatlichen Dirigismus; stattdessen brauchen wir Bildungseinrichtungen – vom Kindergarten über die Schulen bis hin zu den Universitäten -, die volle Bewegungsfreiheit  Haben, um bundesweit vereinbarte Bildungsziele in eigener Verantwortung und im Wettbewerb miteinander zu erreichen. Wir müssen in der Steuerpolitik weg davon, dass wir alle Bürger und Unternehmen dazu verführen, zumindest offiziell wenig zu verdienen;
stattdessen brauchen wir einen einheitlichen Satz in der Einkommensteuer, insgesamt nicht mehr als vier Steuerarten, gestaffelte Familienfreibeträge und ansonsten den Abbau aller Subventionen und eine strikte Begrenzung der Staatsausgaben. Und wir müssen den bürokratischen Aufwand für kleine und mittlere Unternehmen drastisch reduzieren, das Arbeitsrecht entrümpeln und die Krankenversicherung von den Einkommen entkoppeln
- damit wieder mehr Arbeit entsteht.

>> Was planen die Wirtschaftsjunioren in diesem Jahr? Was darf man von ihnen erwarten?

Wir werden auch im nächsten Jahr Lokale Bündnisse für Familie gründen, zusätzliche Praktikums- und Ausbildungsplätze einwerben, uns in den Schulen und Universitäten engagieren, den jungen Menschen die Option des eigenen Unternehmens nahe bringen, Gründern beim Start helfen, uns gegenseitig unterstützen. Und wir werden in einem Think Tank, der die gesamte junge Generation aus Wirtschaft und Politik vertritt, die Bedingungen für neue Arbeit in Deutschland ausloten. Wir dürfen uns im Wettbewerb mit den günstigeren Arbeitsmärkten in Osteuropa oder Fernost nicht geschlagen geben, sondern müssen unsere  Stärken ausspielen.

>>Für wen sprechen Sie denn überhaupt? Sind Sie, wenn Sie auch Führungskräfte dabei haben, überhaupt ein Unternehmerverband?  

Bei uns sind rund 60 Prozent der Mitglieder selbständig. Und die übrigen 40 Prozent gehören Zu vier Fünfteln dem oberen und mittleren Management an – wo man längst nicht mehr landet, wenn man nicht unternehmerisch denkt. Der Interessen-Gegensatz zwischen Kapital
und Arbeit, wenn es ihn denn überhaupt noch gibt, hat sich hier fast vollständig erübrigt.
Wir setzen uns gemeinsam, aus einem und demselben Verantwortungsgefühl, dafür ein, dass unser Land seine größten Herausforderungen annimmt und besteht.

>> Trotzdem sind Ihre Mitglieder eher berufliche Anfänger. Entsprechend gering ist Ihre Macht. Warum überlassen Sie das Geschäft der Interessenvertretung nicht denen, die über mehr Erfahrung und wirtschaftliches Gewicht verfügen?

Ganz einfach: weil nur wir die junge Wirtschaft vertreten. Natürlich sind wir nicht der DIHK und auch nicht der BDI oder die BDA – abgesehen davon, dass es da natürlich große Überschneidungen gibt. Aber erstens decken sich die Interessen der jungen Generation in der Wirtschaft nicht vollständig mit denen der älteren oder gar alten Generation: Vieles, was uns womöglich dramatisch trifft, kann denen im Extremfall egal sein. Hinzu kommen die Pfünde und Privilegien, die niemand gerne aufgibt, überhaupt die Vorstellung, dass es doch auch bisher so ging. Zweitens ist das Gros der Wirtschaftsjunioren Anfang bis Mitte 30. Wir stehen in der vollen Verantwortung unserer Unternehmen und Familien. Das kann man auch an unseren Zahlen ablesen: Schließlich verantworten die Wirtschaftsjunioren immerhin rund 300.000 Arbeitsplätze, 35.000 Ausbildungsplätze und mehr als 120 Milliarden Euro Umsatz.
Und drittens wollen sich die Wirtschaftsjunioren wirklich engagieren und nicht in einem klassischen Lobbyverband untergehen. Besitzstandswahrung, verkrustete Strukturen und überalterte Funktionäre sind nichts, womit wir uns beschäftigen wollen.

 

>> Was haben die Wirtschaftsjunioren anderen Verbänden voraus?

Was findet man bei ihnen, was man sonst nirgendwo findet?
Die Wirtschaftsjunioren sind das größte Netzwerk der jungen deutschen Wirtschaft – das hat enorme Vorteile, gleichgültig, nach welchen Menschen, Informationen oder Kompetenzen man sucht. Die Wirtschaftsjunioren haben darüber hinaus das größte internationale Netzwerk – in ihrem Dachverband Junior Chamber International (JCI) sind rund 200.000 Menschen in mehr als 100 Nationalverbänden organisiert, die auf Konferenzen, gemeinsamen Veranstaltungen, Besuchen und Gegenbesuchen alltäglich Brücken zur Völkerverständigung und Zusammenarbeit bauen. Bei den Wirtschaftsjunioren sind alle Leistungsträger der Wirtschaft vertreten, sowohl Unternehmer als auch Führungskräfte – dadurch ergeben sich sehr viele interessante Anknüpfungspunkte, der Kontakt zu Konzernen, die zündende Idee zur Selbständigkeit. Die Wirtschaftsjunioren haben eine lange, mehr als 50-jährige, übrigens immer auch sehr idealistische Tradition. Und schließlich haben sie eine große, institutionalisierte Nähe zu den Industrie- und Handelskammern. Die Geschäftsführung der Kreis- und Landesverbände liegt meist bei den IHKs, die des Bundesverbandes beim DIHK- auch das ist eine Schnittstelle, die andere Verbände nicht bieten können.

>> Warum sind bei Ihnen so wenig Frauen unter den Mitgliedern?

Wir haben zwar 80 Prozent Männer, aber immerhin auch 20 Prozent Frauen – und das ist gar nicht einmal so wenig, wenn man bedenkt, in welchen Prozentzahlen die Frauen in den Führungspositionen der Wirtschaft vertreten sind. Außerdem: Wenn wir dazu beitragen können, dass auch Frauen künftig Familie und Beruf besser zusammenbringen, dann werden wir sicher auch bald mehr Frauen unter unseren Mitgliedern haben. Aber was bei uns wirklich zählt, das ist Engagement und keine Quote.


Dipl.-Betriebswirt
Michael Völker
Teamleiter Aus- und Weiterbildung
IHK Ostbrandenburg

Puschkinstraße 12 b, 15236 Frankfurt (Oder)
Telefon: 0335 5621-1520
Fax: 0335 5621-1594

E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.
Internet: www.ihk-ostbrandenburg.de

Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 19. Januar 2010 um 16:18 Uhr
 
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Die Ostbrandenburger Wirtschaftsjunioren haben das Ziel, an den wichtigen Wirtschaftsstandorten im Osten Brandenburgs das Selbstverständnis für die Belange der Wirtschaft in die Öffentlichkeit bringen.

Innovative Forschung und Entwicklung gestalten Frankfurt (Oder) in einem immer höheren Maße.    

Im Vordergrund stehen Informations- und Kommunikationstechniken, Halbleitertechnologien und die Dienstleistungsbranche.

Durch die verstärkte Ausrichtung auf Osteuropa, insbesondere Polen, bilden sich große Perspektiven in Hinsicht auf grenzüberschreitende Entwicklungen der Wirtschaft.
 
Die aktive Ansiedlungspolitik in Frankfurt (Oder) gewinnt in zunehmenden Maße Unternehmen aus unterschiedlichen Wirtschafts- zweigen für diese Region.

    • Wir fordern mehr Verantwortungsbewußtsein zur Bewältigung der sozialen und ökologischen Herausforderungen der Gegenwart und Zukunft:

    • Mehr Verständnis für die Eigenverantwortung des Einzelnen, damit sich Ansprüche wieder aus Leistung ergeben und die Solidargemeinschaft gestärkt wird
    • Eine stärkere und schnellere Anpassung unseres Bildungssystems an die Anforderungen der Wirtschaft
    • Den gemeinsamen Einsatz aller gesellschaftlichen Kräfte, um die Umwelt zu schützen und die Lebensgrundlagen für die nachfolgenden Generationen zu sichern
    • Eine faire und konstruktive Partnerschaft mit den Entwicklungsländern und den jungen Demokratien im Osten Europas

    • Wir fordern die Rückkehr zu den ursprünglichen Stärken der Marktwirtschaft und deren konsequente Weiterentwicklung für die Zukunft:

    • Mehr Privatisierung und unternehmerisches Engagement bei weniger Reglementierungen
    • Abbau von Subventionen, um den notwendigen Strukturwandel nicht aufzuhalten
    • Stärkung des Mittelstandes als Rückgrat der Wirtschaft
    • Freier Welthandel ohne nationalen Protektionismus
    • Wir fordern die Rückbesinnung auf die Grundwerte des demokratischen Rechtsstaates:
    • Mehr Sicherheit durch eine umfassende Reform und Vereinfachung der Gesetze
    • Mehr Pragmatismus und schnellere Genehmigungsverfahren auf Bundes-, Landes- u. Kommunal-Ebene
    • Einführung eines durchschaubaren Steuersystems
    • Mehr Transparenz bei den Staatsausgaben
    • Konzentration der Parteien auf die direkte Umsetzung des Wählerwillens
 
Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 19. Januar 2010 um 10:56 Uhr
 
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Wirtschaftsjunioren - junge und dynamische Unternehmer?
von Christian von Drigalski

Wenn man sich unter diesem „abgegriffenen“ Schlagwort überhaupt etwas vorstellen kann: was unterscheidet diese - in den neuen Bundesländern zumeist kleine und daher unbekannte - Gruppe von diversen anderen Unternehmerzusammenschlüssen und -stammtischen?

Vom "satzungsgemäßen" Selbstverständnis her engagieren sich Unternehmer, Selbständige und Führungskräfte/Leitende Angestellte bis zum Alter von 40 Jahren ehrenamtlich für die gesellschaftliche Akzeptanz unternehmerischen Handelns mit der Verpflichtung zu sozialer und ökologischer Verantwortung. Hierfür arbeiten die Junioren in Arbeitskreisen rund um die Kernressorts "Schule/Wirtschaft", "Existenzgründung/Existenzsicherung" und „Internationales“.
Die bundesweit etwa 11.000 Mitglieder sind derzeit über 200 Kreisen und 12 Landesverbänden organisiert.
Die Geschäftsführung der Kreisverbände nimmt in der Regel die jeweilige IHK wahr. Die Geschäftsführung der Wirtschaftsjunioren Deutschland liegt beim DIHK. Durch die Mitgliedschaft der Wirtschaftsjuinioren Deutschland bei Junior Chamber International ist die Einbeziehung in ein gleichgesinntes, internationales Netzwerk inklusive regelmäßigen Kontakten gesichert.

Von diesen Leitgedanken angeregt, unterstützt durch die IHK und deren Partnerkammer Heilbronn gründeten Anfang 1992 rund 30 junge Unternehmer aus dem gesamten Kammerbezirk die „Wirtschaftsjunioren Frankfurt (Oder)“. Nachdem anfänglich naturgemäß Existenzgründung/-sicherung die Aktivitäten dominierten, wurde später der Kontakt zu Schulen intensiviert: die alljährliche Organisation von Ausbildungstagen sowie von Unternehmens-Quiz in Schulen für Schulabgänger prägen seit 1998 die Inhalte. Daneben gehören Betriebsbesichtigungen, Besuch von nationalen und internationalen Konferenzen, Führungsseminare, aber auch rustikale und anspruchsvolle gesellschaftliche Events zur Abrundung der breit gefächerten Aktivitäten.

Diese inhaltliche Arbeit, die zeitlich und ideell ein gewisses Maß an Flexiblität sowie ausgeprägtes Verständnis für ein „Ehrenamt“ erfordert, hat aber auch Schattenseiten: nach einem rasanten Anstieg bis auf rd. 60 Mitglieder in 1995 waren die Folgejahre durch stetigen Mitgliederrückgang geprägt. Mittlerweile verzeichnet der Verein wieder einen konsequenten Zuwachs, der insbesondere durch die vorgenannten Projekte erreicht werden konnte. Während die Gründe für den Mitgliederschwund zumeist Betriebsaufgaben sind, gestaltet sich die Gewinnung neuer Mitglieder gerade in den neuen Bundesländern schwierig,
•weil die Leitgedanken deshalb schwer vermittelbar sind, als sie ehrenamtliches Engagement erfordern, ohne daß ein unmittelbarer und gar materieller „return“ erfolgt,
•weil in den Unternehmen gerade der neuen Bundesländer die Mitglieder-Zielgruppe schwer zu finden ist: das Unternehmen muß Führungskräfte/Inhaber im entsprechenden Alter haben, und zumindest die oben genannte zeitliche Flexibilität für die Juniorenarbeit ermöglichen.

Warum bin ich dabei:
die Wirtschaftsjunioren haben mir insbesondere ideell sehr viel gegeben, wobei ich auch viele Möglichkeiten aus dem regionalen, nationalen und internationalen Angebot genutzt habe:
a)gerade als „Neu-Ostler“, der erst 1990 aus dem Westen nach Frankfurt gezogen ist, hat es mir der Frankfurter Juniorenkreis, dem ich als Gründungsmitglied bis heute angehöre, wesentlich erleichtert, gesellschaftlich in Frankfurt Fuß zu fassen. Wirtschaftsjunioren sind aus meinem Freundeskreis - inzwischen auch der meiner Frau - nicht mehr wegzudenken.
b)die Tätigkeit bei den Wirtschaftsjunioren hat immens zu einer Erweiterung meines Blickfeldes beigetragen: neben unmittelbarem und freundschaftlichem (nicht beruflichem!) Kontakt zu Unternehmern anderer Branchen, dem Auseinandersetzen mit unterschiedlichen Sichtweisen und Problemen, haben gerade Führungsaufgaben in der Juniorenorganisation (Kreisvorsitzender, Landesvorsitzender, Mitglied im Bundesvorstand) erheblich zu Diskussionsfähigkeit, (Re-)Präsentationsfähigkeit beigetragen und meine Führungs- und Organisationserfahrungen erweitert.

Nunmehr „kurz vor 40“ bedaure ich, diesem Verein - zumindest aktiv - demnächst nicht mehr angehören zu dürfen. Gleichzeitig kann ich nur jedem Unternehmer mit ähnlichen persönlichen Voraussetzungen empfehlen, sich die Chancen dieser Organisation nicht entgehen zu lassen. Aber Achtung: es wird nichts serviert, vielmehr muß man selbst die „Speisen“ zubereiten und stets warmhalten. Dies erfordert höheres Engagement und Ausdauer, als Fertiges nur noch zu konsumieren, und zudem ist es manchmal auch unbequem. Aber auch unbequem sein, sehe ich als positive Eigenschaft!

Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 19. Januar 2010 um 10:55 Uhr
 
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Vorstand der Wirtschaftsjunioren Ostbrandenburg 2011



Die Wirtschaftaftsjunioren Ostbrandenburg: Past-Präsidentin N. Auras, Vorsitzender C. Voss, Schatzmeisterin Y. Zinke, Vize-Präsidentin Monique Möbus-Zweig, Geschäftsführer M.Völker, (von links).

Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 25. Januar 2011 um 09:18 Uhr
 
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